Rund 1800 am Stadtgeschehen Interessierte und vielfältig Betroffene waren zur Filmpremiere in den Kulturpalast Dresden gekommen. Der selbst eines der Objekte filmischer Betrachtungen ist, die sich zu einer Elegie reihen ließen. Doch ist realistische Bestandsaufnahme mit dokumentarfilmerischen Mitteln die Absicht des Filmes von Susann Buttolo und
Rundkino, Centrum-Warenhaus und ‚Pusteblume’ oder ‚Freßwürfel’ und Kulturpalast. Wer kennt sie nicht, jene Bauten und Baukunstobjekte im Stadtbild Dresdens, die das Stadtzentrum der Sechziger/Siebziger Jahre mitprägten. Obwohl sie mit vielen Dresdner Biografien und Erinnerungen verknüpft sind, hatten sie in den Nachwendejahren einen schweren Stand - haben ihn bis heute. Durch Leerstand, Abriss, misslungene Modernisierung unter geänderten stadtbaulichen Leitlinien und Architekturkonzepte ist ein enormer Verlust zu verzeichnen. Besonders gebeutelt ist das Ensemble der Neuen Prager Straße, die mit dem früh gefassten Beschluss, auf die Fluchten und Baulinien vor 1945 zurückzubauen, an ihren Pforten verändert, aber weder funktional noch ästhetisch verbessert worden ist. Das Rundkino, ein hervorragender Solitärbau der Nachkriegs-Moderne wurde durch Zubauten völlig versteckt. Und heute? Dem Kulturpalast, obwohl unter Denkmalschutz, drohen Teilentkernung und innerer Neubau des zentralen Festsaals. Wenige weitere der Nachkriegsbauten erfahren diesen Schutz, der nach Konventionen der Denkmalschützer erst ab 30 Jahren Gebäudealter bedacht wird.
‚Was bleibt’ geht Spuren nach, zeigt die Bauten, ihre Architekten und ihre Kritiker. Sie sprechen über die Prinzipien der speziellen Nachkriegsmoderne Dresdens und den Konflikt zur Vorstellung von Europäischer Stadt. Auch ohne führenden Kommentar zeichnet sich aus den vielen, zu vielen Feststellungen, ein differenziertes Bild. Dessen Grundfärbung in einem Schlusssatz aufscheint „… was soll ich meinen Enkelkindern sagen, wenn die fragen, was hast Du damals eigentlich gebaut?“ Die Filmarbeit wurde von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Dresdner Stiftung für Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden gefördert.
„Was bleibt - Architektur der Nachkriegsmoderne in Dresden“, Dokumetarfilm von Susann Buttolo und

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