Anliegen

Hilbert Oberbürgermeister von Dresden

sogenanntes 'Bürgerliche Lager' hob Hilbert ins Amt, wählten AfD und Pegida mit?

OBWahl1Ein zweiter Urnengang am 5. Juli 2015 beschloss die Oberbürgermeisterwahl in Dresden. Dirk Hilbert, Bürgermeister für Wirtschaft und Umwelt und bereits amtierend als OB Dresdens, setzte sich mit gut zehn Prozent vor der Mitbewerberin Eva-Maria Stange, Ministerin für Kunst und Wissenschaft des Freistaates Sachsen, auf den OB-Stuhl. Vor vier Wochen beim ersten Wahlgang war die Kandidatin der 'Fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit' von Linken, Grünen, SPD,  und Piraten mit 36 Prozent der Wählerstimmen Abstand von über 4 Prozent noch vorne gelegen. Es fragt sich wie dieser Rutsch?

Meinung des Autors

Hiroshima heute vor 70 Jahren

Die Welt muss Kernwaffen-frei werden

Hiroshima1„… die Bombe hat gezündet, alles war ein Erfolg…“ hatte der Bomberpilot einer Superconstellation der amerikanischen Luftwaffe auf sein Bordtonband gesprochen. Ein unmenschlich zynischer Satz angesichts dessen was er beim Wegflug hinter sich sah, die zum Himmel steigende pilzförmige Feuer-, Staub, Rauchwolke. Eine einzige Bombe hatte heute vor 70 Jahren, am 6. August 1945 um 8:15 Uhr, eine dicht bevölkerte, große Industriestadt ausgelöscht, Hiroshima. Die erste militärische eingesetzte Uran-Atombombe tötete 140.000 Menschen sofort oder in mittelbarer Folge. Mit Spät- und langsam wirkenden Strahlungsfolgen wird Gesamtopferzahl heute auf 240.000 geschätzt. Drei Tage später vernichtete die erste Plutonium-Bombe der Amerikaner eine weitere Japanische Großstadt, Nagasaki.

Schreckliche Tage der Menscheit. 17.000 Kernwaffen-Sprengköpfe lagern in den Depots der 11 Nationen, die über die Kernwaffentechnologie verfügen. Die Menschheit muss sich von dieser Gefahr für ihre Existenz auf dieser Erde befreien. (6.8.2015 Bäu)

Klima-Bündnis der Städte und Gemeinden

Sächsische ImmobilienzeitungLanger Weg zum Klimaschutz - Klima-Konferenz in Dresden

Klimabuendnis02Seit dem Wendejahr 1990 konnte die Sächsische Landeshauptstadt ihren Ausstoß klimaschädlicher Abgase, bestimmt als Tonnen CO2 je Jahr und Einwohner von klein bis groß, auf 9,9 Tonnen im Jahr 2005 absenken. Hat Dresden sein selbsgestecktes Ziel für 2015 von 8,5 Tonnen erreicht?

Mit solchen Fragen und dem Hauptthema des Ausbalanzierung von Umweltschutz und Energieversorgung beschäftigte sich die "Conference of Climate Alliance" die 2015 ertmals in Dresden tagte. ©

Veröffentlich in Sächsische Immobilienzeitung 2/2015, Seite 1 und 3

Schillerhäuschen Dresden

Wieder geöffnet ab Ostern 2015

Schillerhaeuschen01So etwas wie übliche Mietstreitigkeiten, welche der Parteien was bis wann zu reparieren, in diesem Fall zu restaurieren habe, schienen das offen Halten der bei Kultur-Touristen beliebten Friedrich Schiller-Gedenkstätte am Schillerweg in Dresden-Loschwitz zu gefährden.

Das Dilemma ist, dass die Landeshauptstadt die historische Schillerstätte im ehemaligen Körnerschen Weinberg bei bestehemdem Vorkaufsrecht an Privat verkauft hatte; Leichtfertigkeit, Gefälligkeit, System? Rückerwerb in öffentliche Hand oder Überführung in eine Stiftung wären der richtige Weg diesem Kulturgut nachhaltig die Zukunft zu sichern.

Veröffentlicht Blasewitzer Zeitung 3/2015, Seite 5
Veröffentlicht Elbhangkurier 1.4.2015, Seite 2

Antwort auf PEGIDA

Europäisches Zentrum der Künste Hellerau bietet Unterkunft für Flüchtlinge

Als Antwort auf die PEGIDA-Vorgänge positioniert sich das Hellerau Europäische Zentrum der Künste (HZEK) ausdrücklich gegen Fremdenfeindlichkeit und für Weltoffenheit mit "radikaler Internationalisierung".

HZEK SpielplanVorschau5So bot der Intendant des HZEK, Dieter Jaenicke bereits im November 2014 zuständigen Stellen der Landeshauptstadt Dresden an, Flüchtlinge die Asyl begehren in Gästewohnungen des Zentrums unterzubringen. Auch könne ihnen Tätigkeit für das Festspielhaus, für den Kulturbetrieb angeboten und ihnen hiermit und auf sonstige Weise Hilfe zur Integration gegeben werden. Es brauchte lange bis eine erste Antwort auf dieses Angebot in Hellerau ankam und die Behörden der Stadt Dresden reagierten. Kommisionen haben sich inzwischen umgesehen und die bereitstehenden Wohnungen inspiziert. Doch immer weiter verläuft sich die Stadt in Prüfungen und Abwägungen über die Brauchbarkeit des Angebots. Eine eventuell notwendige "Umwidmung" der Gebäudenutzung wird in Aussicht gestellt, die gehörig weitere Zeit in Anspruch nehmen würde.

Es ist eine Farce übler Bürokratie, wenn nicht sogar eine skandalös polititische, dass die zuständige Landeshauptstadt Dresden über das Angebot zu entscheiden bis heute - aktuelle Auskunft - nicht zustande gebracht hat. Etwa 25 Prozent der Dresdner Bevölkerung hegen Sympathien für AfD und PEGIDA - Untersuchungen der TUD. Wäre es übel daraus abzuleiten, dass ein ähnlicher Anteil der Stadtmitarbeiter die Unterbringung von Asylanten in Hellerau gar sabotiere? Ein Dresden Spezifikum?

Wohlgemerkt, das Angebot steht seit 2014 - bald sechs Monate her und keine Entscheidung der Stadt Dresden!

Peter Bäumler

Verstummte Stimmen

Nazi-Opfer der Dresdner Theater

Verstummte10Wegen ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer politischen Überzeugung wurde eine Vielzahl von Künstlern und Mitarbeitern der Dresdner Staatstheater und der Privattheater der Stadt zwischen 1933 und 1945, vertrieben verfolgt oder ermordet. Auf Gedenktafeln in Staatsoper und Staatsschauspiel Dresden sind sie mit Namen verewigt.

Der Alte Leipziger Bahnhof Dresden

Geschichtsträchtiger Ort geht verloren

Globus1Vor 175 Jahren, am 7. April 1839, setzte sich ein Festzug vom 'Dresdner Bahnhof' in Leipzig zum 'Leipziger Bahnhof' in Dresden - heute 'Alte Leipziger Bahnhof'- in Bewegung. Die erste Ferneisenbahn-Strecke Kontinentaleuropas wurde eröffnet.

100 Jahre später fuhren vom selben Bahnhof Judenzüge in die Konzentrationslager, schickten die Nationalsozialisten Opfer ihres Rassenwahns in den Tod.

Doch der geschichtsträchtige Erinnerungsort könnte verloren gehen ...

Im April 2014 feierte Sachsen das 175-Jahre Eisenbahn-Jubiläum ganz groß. Eisenbahnfreunde vieler Länder waren gekommen. Aus den Eisenbahnländern England und der Schweiz kam die Botschaft "Ein solches Denkmal der Bahn-Geschichte dürft ihr nicht aufgeben!"

Doch: Der Warenhauskonzern Globus will auf diesem historisch beladenem Gelände ein Kommerzprojekt, einen mamutösen Groß-Supermarkt errichten mit einem Parkplatz für 1000 Autos. Der Dresdner Stadtrat hat mit eigenartig zustande gekommener dünner Mehrheit das Vorhaben des Investors in die nächste Planungsstufe durchgewinkt, gegen die Rahmenplanung 'Leipziger Vorstadt/Hafecity', alle Gutachten, Fachmeinung der Verwaltung, Institutionen und Kammern, Widerstand der betroffenen Händlerschaft und Bevölkerung. - Wieder einmal, Dresdens Stadtpolitik gegen den Rest der Welt.

Globus SB-Warenhaus gegen Wiederstand der Genehmigung näher

Stadtschädliche Entscheidung für GLOBUS

Globus2Am Ende der Aussprache im Dresdner Stadtrat über das Warenhausprojekt wurde es emotional wenn nicht irrational. Blüten sprossen wie „Globus muss schon sehr, sehr gut sein, dass alle solche Angst davor haben“ so Fraktionschef der CDU Georg Böhme-Korn ...

Neustadt Zeitung und Pieschener Zeitung 3/2014, Seite 7

Globus "Nö"

Globus5Bürger-Protest gegen die Stadtratsentscheidung äußerte sich schnell. Noch bevor die Ratssitzung am 6. März 2014 endete, projizierten elektronik-findige Kritiker der Entscheidung mit Beamer im Taschenformat ihr „Nö“ übers Portal der Königstraße 15 an die Wand. Während der Baumaßnahmen am Rathaus in der Altstadt hält der Dresdner Stadtrat seine Sitzungen interimsweise im Kulturrathaus in der Neustadt ab.
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